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Welche Marktforschung sollten Schönheitssalons vor dem Kauf von Kosmetikgeräten durchführen?

Die Anschaffung von Kosmetikgeräten zählt zu den wichtigsten Investitionsentscheidungen für einen Schönheitssalon. Hochwertige Geräte ermöglichen es dem Salon, höhere Behandlungspreise zu erzielen, sich vom Konkurrenzangebot abzuheben, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu stärken. Minderwertige Geräte hingegen können zu Engpässen bei den Lagerbeständen, ungenutzten Behandlungsräumen, Frustration beim Personal, geringer Kundenzufriedenheit und Liquiditätsproblemen führen.

Deshalb sollten Schönheitssalons Geräte nicht nur deshalb kaufen, weil ein Produkt beliebt, reduziert oder von einem Lieferanten empfohlen wird. Vor dem Kauf sollte der Salon eine fundierte Marktanalyse durchführen. Ziel ist es, eine einfache Frage zu beantworten: Kann dieses Gerät in diesem spezifischen Salon und auf diesem lokalen Markt ein rentables und wiederholbares Projekt werden?

Dieser Artikel erläutert die wichtigsten Marktforschungsbereiche, die Schönheitssalons vor dem Kauf von Schönheitsgeräten abdecken sollten.

Warum Marktforschung vor dem Kauf von Beauty-Geräten wichtig ist

Kosmetikgeräte unterscheiden sich von herkömmlichen Salonmöbeln oder Hautpflegeprodukten. Sie erfordern Investitionen, Mitarbeiterschulungen, Servicekonzeption, Marketing, Wartung und Kundenaufklärung. Die Anschaffung beeinflusst die Servicestruktur des Salons über Monate oder Jahre.

Marktforschung hilft dem Salon auf verschiedene Weise, Risiken zu minimieren:

  • Es zeigt, ob die lokalen Klienten die Behandlung tatsächlich benötigen.
  • Es hilft dabei, einen angemessenen Preis und den Wert des Gesamtpakets einzuschätzen.
  • Es zeigt, wie Wettbewerber ähnliche Dienstleistungen positionieren.
  • Es hilft bei der Berechnung der realistischen Amortisationszeit.
  • Es wird geprüft, ob die Mitarbeiter das Gerät verkaufen und bedienen können.
  • Es identifiziert Compliance-, Lieferanten- und Kundendienstrisiken.
  • Dadurch wird verhindert, dass der Salon Geräte kauft, die zwar fortschrittlich aussehen, aber nicht zu seinem Geschäftsmodell passen.

Für Saloninhaber ist die beste Anschaffung nicht immer das neueste Gerät. Die beste Anschaffung ist das Gerät, das den Kundenwünschen, dem Budget, der Positionierung des Dienstleistungsangebots und den betrieblichen Kapazitäten entspricht.

1. Analysieren Sie die Bedürfnisse Ihrer bestehenden Kunden.

Die erste Quelle für Marktforschung ist der eigene Kundenstamm des Salons. Bestehende Kunden sind oft aussagekräftiger als allgemeine Branchentrends, da sie zeigen, welche Wünsche die Kunden im Salon bereits äußern.

Der Salon sollte Folgendes überprüfen:

  • Die am häufigsten genannten Haut- und Körperprobleme von Kunden.
  • Die Altersgruppen und Lebensstilprofile der aktuellen Kunden.
  • Die Dienstleistungen mit der höchsten Wiederkaufsrate.
  • Die Dienstleistungen mit dem höchsten durchschnittlichen Transaktionswert.
  • Die Produkte oder Behandlungen, nach denen Kunden häufig fragen.
  • Die Gründe, warum Kunden Upgrades oder Pakete ablehnen.
  • Die Behandlungen, die Kunden derzeit bei Mitbewerbern kaufen.

Wenn beispielsweise viele Kundinnen und Kunden nach Hauterschlaffung, Gesichtsstraffung, Fältchen und Festigung fragen, kann der Salon den Einsatz von Radiofrequenz-, Ultraschall-, Mikrostrom-, LED- oder Hautanalysegeräten in Betracht ziehen. Wünschen die Kundinnen und Kunden hingegen hauptsächlich Tiefenreinigung, Feuchtigkeitspflege, Mitesserentfernung und allgemeine Hautpflege, eignen sich möglicherweise Hydro-Facials, Sauerstoffbehandlungen, Mikrobläschenbehandlungen oder Multifunktionsgeräte für das Gesicht besser.

Die Kundenforschung sollte spezifisch sein. Ein Salon sollte nicht nur fragen: “Wünschen sich Kunden Anti-Aging?”, sondern auch: “Welche Altersgruppe wünscht sich Anti-Aging, welches Ergebnis erwartet sie, wie oft kann sie wiederkommen und welchen Preis ist sie bereit zu akzeptieren?”

2. Segmentierung der Zielkundengruppe

Unterschiedliche Geräte eignen sich für unterschiedliche Kundensegmente. Vor dem Kauf sollte der Salon festlegen, für wen das Gerät bestimmt ist.

Nützliche Segmentierungsfaktoren sind unter anderem:

  • Altersgruppe.
  • Geschlechtermix.
  • Einkommensniveau.
  • Ausgabenhäufigkeit.
  • Wichtigste Schönheitsanliegen.
  • Preissensibilität.
  • Präferenz für Entspannung oder sichtbare Ergebnisse.
  • Akzeptanz technologiebasierter Behandlungsmethoden.
  • Bereitschaft zum Kauf von Behandlungskursen.
  • Interesse an gehobener oder grundlegender Pflege.

Ein kleiner Salon mit preissensibler Kundschaft benötigt möglicherweise Geräte, die eine kostengünstige und häufige Basispflege ermöglichen. Ein exklusiver Salon mit reifer Kundschaft profitiert hingegen eher von Geräten für Anti-Aging, Lifting, Hautverjüngung oder Körperformung. Ein Salon in der Nähe von Büros legt möglicherweise Wert auf schnelle Behandlungen mit sichtbarer Erfrischung. Ein Salon in der Nähe von Wohngebieten konzentriert sich möglicherweise auf regelmäßige Pflegebehandlungen und Mitgliedschaftspakete.

Je klarer das Kundensegment definiert ist, desto einfacher wird die Wahl der richtigen Gerätekategorie.

3. Kunden vor dem Kauf befragen

Eine einfache Kundenbefragung kann teure Fehler verhindern. Der Salon benötigt kein aufwendiges Marktforschungsinstitut. Er kann Feedback von Stammkunden, VIP-Mitgliedern, Laufkundschaft und aus Beratungsunterlagen einholen.

Nützliche Umfragefragen sind beispielsweise:

  • Welches Schönheitsproblem möchten Sie dieses Jahr am liebsten verbessern?
  • Haben Sie schon einmal instrumentengestützte Behandlungen ausprobiert?
  • Welche Behandlungsergebnisse interessieren Sie am meisten?
  • Welcher Preisbereich erscheint Ihnen für eine Sitzung akzeptabel?
  • Bevorzugen Sie eine Einzelsitzung oder ein Kurspaket?
  • Was würde Sie dazu bewegen, einem neuen, auf Ausrüstung basierenden Projekt zu vertrauen?
  • Welche Bedenken würden Sie davon abhalten, es auszuprobieren?
  • Welche Konkurrenzprodukte haben Sie gesehen oder ausprobiert?

Der Salon sollte sich nicht allein auf höfliche Antworten verlassen. Er sollte darauf achten, ob Kunden nach einer Vorführung bereit sind, einen Termin zu vereinbaren, eine Anzahlung zu leisten, an einer Testaktion teilzunehmen oder ein Paket zu kaufen. Tatsächliches Kaufverhalten ist aussagekräftiger als bloßes Interesse.

4. Lokale Wettbewerber recherchieren

Die Wettbewerbsanalyse hilft dem Salon zu verstehen, ob der lokale Markt eine Behandlung bereits akzeptiert und ob es noch Raum für Differenzierung gibt.

Der Salon sollte recherchieren:

  • Welche nahegelegenen Salons, Spas, medizinischen Spas oder Kliniken bieten ähnliche Behandlungen an?.
  • Welche Gerätekategorien sie bewerben.
  • Welche Behandlungsbezeichnungen sie verwenden.
  • Welche Preise sie für Einzelsitzungen und Pakete verlangen.
  • Welche Ergebnisse sie im Marketing betonen.
  • Wie sie Vorher-Nachher-Fotos oder Beratungsdaten präsentieren.
  • Was Kundenrezensionen sagen.
  • Ob sie über niedrige Preise, Markenreputation, Serviceerfahrung oder sichtbare Ergebnisse konkurrieren.
  • Ob der Markt gesättigt oder noch unterentwickelt ist.

Die Wettbewerbsanalyse sollte zu einer klaren Entscheidung führen. Bieten Mitbewerber bereits ähnliche Behandlungen zu sehr niedrigen Preisen an, muss der Salon entscheiden, ob er sich durch besseren Service, attraktivere Behandlungspakete, eine bessere Beratung, eine intensivere Nachbetreuung oder ein hochwertigeres Erlebnis differenzieren kann. Gibt es nur wenige Mitbewerber, muss der Salon prüfen, ob der Markt tatsächlich offen ist oder ob die lokale Kundschaft die Produktkategorie noch nicht kennt.

5. Analyse der lokalen Kaufkraft

Projekte im Bereich Kosmetikgeräte müssen der lokalen Kaufkraft entsprechen. Ein High-End-Gerät kann in einer Stadt gut funktionieren, in einer anderen jedoch scheitern, wenn die Kundschaft den Preis nicht tragen kann.

Salons können recherchieren:

  • Durchschnittliche Ausgaben eines Kunden im Salon.
  • Durchschnittlicher Preis für ein Behandlungspaket in der Region.
  • Lokales Einkommensniveau und Lebensstilmuster.
  • Preisspanne von Schönheitssalons und Spas in der Nähe.
  • Ob Kunden es gewohnt sind, Prepaid-Kurse zu kaufen.
  • Ob Kunden eher an preisgünstiger Versorgung oder an Premiumbehandlungen interessiert sind.
  • Ob das Markenimage des Salons höhere Preise rechtfertigt.

Das US-amerikanische Census Bureau und andere nationale oder lokale Statistikbehörden können Unternehmen dabei helfen, Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Konjunkturdaten zu verstehen. Außerhalb der USA können Friseursalons auf Statistiken der Kommunalverwaltung, Daten von Gewerbegebieten und tatsächliche Transaktionsdaten zurückgreifen.

Für viele Salons sind interne Daten der zuverlässigste Ausgangspunkt. Wenn der durchschnittliche Umsatz niedrig ist und Kunden selten Kurse buchen, kann die Anschaffung eines sehr teuren Geräts riskant sein, es sei denn, der Salon verfügt über einen klaren Plan zur Neupositionierung.

6. Nachfragetrends in der Studienkategorie untersuchen

Die Marktnachfrage ist nicht für jede Gerätekategorie gleich. Vor dem Kauf sollten Salons recherchieren, ob die jeweilige Kategorie wächst, stabil ist, ausgereift ist, saisonalen Schwankungen unterliegt oder rückläufig ist.

Zu den gängigen Kategorien von Kosmetikgeräten gehören:

  • RF-Hebe- und Festigungsgeräte.
  • Ultraschall-Schönheitsgeräte.
  • EMS-Mikrostromgeräte.
  • LED-Lichttherapiegeräte.
  • Hydro-Gesichtsbehandlung und Geräte mit kleinen Bläschen.
  • Geräte zur Hautanalyse.
  • Haarentfernungsgeräte.
  • Geräte zur Körperformung und Gewichtsreduktion.
  • Sauerstoffinfusionsgeräte.
  • Multifunktions-Gesichtsbehandlungsgeräte.
  • Ausrüstung zur Erholung nach der Geburt.
  • Private Pflegegeräte.

Für jede Kategorie sollte der Salon folgende Fragen stellen:

  • Ist diese Kategorie für die Lizenz und die Servicepositionierung des Salons geeignet?
  • Steigt die Nachfrage auf dem lokalen Markt?
  • Ist die Kategorie für Kunden leicht verständlich?
  • Unterstützt die Kategorie wiederholte Behandlungen?
  • Ist das Preisniveau akzeptabel?
  • Betreiben Wettbewerber bereits Aufklärungsarbeit am Markt?
  • Ist die Kategorie von Saisonalität betroffen?
  • Sind fortgeschrittene Bedienerkenntnisse erforderlich?

Für kleine Salons sind stabile Produktkategorien oft sicherer. Neuere oder spezialisiertere Kategorien bieten zwar ein höheres Gewinnpotenzial, erfordern aber auch eine fundiertere Ausbildung, strengere Compliance-Prüfungen und ausgeprägtere Marketingfähigkeiten.

7. Erforschung von Behandlungspreisen und Paketmodellen

Viele Salons kaufen Geräte, bevor sie die Behandlungspreise festlegen. Das ist riskant. Der Salon sollte die Preise recherchieren, bevor er die Bestellung aufgibt.

Die Preisforschung sollte Folgendes umfassen:

  • Preis für eine einzelne Sitzung.
  • Kurspaketpreis.
  • Mitgliedspreis.
  • Probepreis.
  • Upgrade-Preis gegenüber bestehenden Diensten.
  • Bundle-Preis mit Hautpflegeprodukten.
  • Zusatzkosten im Rahmen von Gesichts- oder Körperbehandlungen.
  • Saisonaktionspreis.
  • Preisspanne der Konkurrenz.

Der Salon sollte außerdem entscheiden, ob das Gerät folgendes sein soll:

  • Ein Verkehrsprojekt für Einsteiger.
  • Ein Pflegeprogramm im mittleren Preissegment.
  • Ein hochwertiges Anti-Aging- oder Körpermanagement-Projekt.
  • Ein Diagnosetool, das beim Verkauf anderer Dienstleistungen hilft.
  • Eine Verbesserung der bestehenden Behandlungsmethoden.

Dasselbe Gerät kann je nach Preisstrategie unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Beispielsweise generiert ein Hautanalysegerät möglicherweise keine hohen direkten Umsätze, kann aber die Beratung verbessern, das Vertrauen stärken und die Konversionsrate von Behandlungspaketen erhöhen. Ein Radiofrequenzgerät kann höhere Preise erzielen, wenn es als strukturierter Lifting- und Straffungskurs anstatt als Einzelanwendung angeboten wird.

8. Realistischen ROI berechnen

Eine ROI-Analyse ist vor dem Kauf von Kosmetikgeräten unerlässlich. Ein Salon sollte die Amortisation anhand realistischer Zahlen berechnen, nicht anhand von Versprechungen der Anbieter.

Zu den wichtigsten Datenpunkten gehören:

  • Kaufpreis.
  • Versand-, Steuer-, Installations- und Schulungskosten.
  • Verbrauchskosten pro Behandlung.
  • Personalkosten.
  • Zeit im Zimmer.
  • Erwarteter Preis pro Sitzung.
  • Voraussichtlicher Paketpreis.
  • Realistische Anzahl an Behandlungen pro Woche.
  • Bruttogewinn pro Behandlung.
  • Anzahl der Behandlungen, die erforderlich sind, um die Investition wieder hereinzuholen.
  • Zeit, die benötigt wird, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Kostet ein Gerät beispielsweise 6.000 US-Dollar und erzielt der Salon nach Abzug der Kosten für Verbrauchsmaterialien und Personal einen Bruttogewinn von 50 US-Dollar pro Behandlung, benötigt er 120 Behandlungen, um die Gerätekosten zu decken. Kann der Salon realistischerweise 10 Behandlungen pro Woche anbieten, amortisiert sich die Investition in etwa 12 Wochen. Bei nur 3 Behandlungen pro Woche kann die Amortisation deutlich länger dauern.

Das wichtigste Wort ist realistisch. Ein Lieferant mag zwar Beispiele mit hohen Umsätzen vorweisen, aber der Salon muss seine Entscheidung auf Grundlage seines eigenen Kundenaufkommens, der Qualifikation seiner Mitarbeiter und der Kaufkraft seiner Kunden treffen.

9. Recherche zu Verbrauchsmaterialien und Wartungskosten

Manche Geräte wirken auf den ersten Blick erschwinglich, werden aber im Betrieb aufgrund von Verbrauchsmaterialien, Ersatzteilen, Kartuschen, Filtern, Sonden oder Servicegebühren teuer.

Der Salon sollte recherchieren:

  • Welche Verbrauchsmaterialien werden benötigt?.
  • Wie viel die einzelnen Verbrauchsmaterialien kosten.
  • Wie viele Behandlungen jeweils mit einem Verbrauchsmaterial möglich sind.
  • Ob es sich bei den Verbrauchsmaterialien um firmeneigene Produkte handelt.
  • Ob Ersatzteile leicht zu beschaffen sind.
  • Wie oft eine Wartung erforderlich ist.
  • Ob eine Kalibrierung erforderlich ist.
  • Ob Software-Updates zusätzliche Kosten verursachen.
  • Ob Behandlungsköpfe oder Zubehör eine begrenzte Lebensdauer haben.
  • Ob der Lieferant Ersatzteile auf Lager hat.

Die Kosten für Verbrauchsmaterialien sollten im Behandlungspreis enthalten sein. Ignoriert der Salon diese Kosten, mag das Projekt zwar profitabel erscheinen, erzielt aber tatsächlich nur geringe Gewinnspannen.

10. Lieferantenstärke recherchieren

Die Lieferantenrecherche ist ein zentraler Bestandteil der Gerätebeschaffung. Die Maschine selbst ist nur ein Teil des Kaufs. Schulungen, Garantie, Ersatzteile, technischer Support und betriebliche Unterstützung des Lieferanten entscheiden darüber, ob der Salon das Projekt reibungslos umsetzen kann.

Salons sollten recherchieren:

  • Wie lange der Lieferant bereits im Geschäft ist.
  • Ob der Lieferant echte Kundenreferenzen vorweisen kann.
  • Ob die Produktdokumentation vollständig ist.
  • Ob die Garantiebedingungen klar formuliert sind.
  • Ob Ersatzteile verfügbar sind.
  • Ob der Lieferant eine Bedienerschulung anbietet.
  • Ob der Lieferant Behandlungsprotokolle bereitstellt.
  • Ob Marketingmaterialien verfügbar sind.
  • Ob der technische Support schnell und praxisnah ist.
  • Ob der Lieferant häufige Fehler und Wartungsarbeiten erläutern kann.

Ein zuverlässiger Lieferant sollte detaillierte Fragen vor der Zahlung beantworten. Weicht ein Lieferant Fragen nach dem Kauf aus, drängt er auf sofortige Zahlung oder spricht er nur über einen niedrigen Preis, sollte der Salon vorsichtig sein.

11. Einhaltung der Vorschriften und bestimmungsgemäße Verwendung durch die Forschungsabteilung

Compliance-Forschung ist besonders wichtig für energiebasierte Geräte, lichtbasierte Geräte, Geräte zur Körperkonturierung, Haarentfernungsgeräte und Geräte, die mit starken Ergebnisversprechen beworben werden.

Der Salon sollte recherchieren:

  • Was das Gerät leisten soll.
  • Ob es sich nun um kosmetische, Wellness- oder medizinisch-ästhetische Geräte handelt.
  • Ob die örtlichen Vorschriften den Betrieb des Geräts durch den Salon erlauben.
  • Ob die Bediener eine spezielle Schulung oder Lizenz benötigen.
  • Ob Produktkennzeichnung und Handbücher vollständig sind.
  • Ob die Angaben mit der Dokumentation übereinstimmen.
  • Ob Einfuhrdokumente erforderlich sind.
  • Ob der Lieferant Zertifikate und Erklärungen vorlegen kann.
  • Ob Versicherungsschutz erforderlich ist.

Die FDA gibt an, dass ästhetische Medizinprodukte je nach Verwendungszweck und ihren Auswirkungen auf Struktur und Funktion des Körpers reguliert werden können. Kosmetikstudios in verschiedenen Ländern sollten sich vor dem Kauf über die jeweiligen lokalen Bestimmungen informieren und unbegründete Behandlungsversprechen vermeiden.

12. Risiko von Werbeaussagen untersuchen

Ein Gerät mag technisch nützlich sein, aber der Salon kann dennoch ein Risiko eingehen, wenn er die Behandlung mit übertriebenen oder unbegründeten Behauptungen vermarktet.

Vor dem Kauf sollte der Salon fragen:

  • Welche Aussagen können bedenkenlos getroffen werden?
  • Werden die Behauptungen durch Produktdokumentation oder glaubwürdige Beweise gestützt?
  • Sind Vorher-Nachher-Fotos authentisch und angemessen?
  • Bietet der Lieferant Hilfestellung bei der Schadensmeldung?
  • Gibt es Behauptungen, die medizinisch oder unrealistisch klingen?
  • Können die Mitarbeiter die Ergebnisse erklären, ohne zu viel zu versprechen?
  • Sind die Haftungsausschlüsse klar und verständlich?

Die FTC betont, dass Werbeaussagen, insbesondere gesundheitsbezogene, einer angemessenen Begründung bedürfen. Im Marketing von Kosmetikgeräten sollten Salons vorsichtig mit Formulierungen wie „dauerhaft“, „garantiert“, „Heilung“, „medizinisch“ oder „sofortige Transformation“ sein, es sei denn, diese Aussagen sind im Zielmarkt rechtlich und wissenschaftlich belegt.

13. Kapazität des Forschungspersonals

Die Anschaffung von Geräten ist auch eine Personalentscheidung. Der Salon sollte prüfen, ob die Mitarbeiter das Gerät verkaufen, bedienen und erklären können.

Zu den Fragen gehören:

  • Sind die derzeitigen Mitarbeiter mit instrumentengestützten Dienstleistungen vertraut?
  • Wer wird die Maschine bedienen?
  • Wer wird das Paket verkaufen?
  • Wie lange dauert die Ausbildung?
  • Können neue Mitarbeiter das Protokoll leicht erlernen?
  • Ist der Behandlungsprozess standardisiert?
  • Können die Mitarbeiter Kontraindikationen und die Nachsorge erläutern?
  • Können die Mitarbeiter Fragen und Einwände von Kunden beantworten?
  • Benötigt der Salon eine eigene Beraterin?

Wenn im Salon die Personalstabilität gering ist oder das technische Selbstvertrauen begrenzt, ist es möglicherweise sicherer, Geräte mit einfacher Bedienung, klaren Protokollen und fundierter Lieferantenschulung zu wählen.

14. Arbeitsablauf des Forschungsdienstes

Ein Gerät muss zum tatsächlichen Arbeitsablauf im Salon passen. Selbst eine gewinnbringende Behandlung kann scheitern, wenn sie Behandlungsräume blockiert, das Personal ausbremst oder Terminprobleme verursacht.

Der Salon sollte recherchieren:

  • Erforderliche Behandlungsraumfläche.
  • Stromversorgung und Aufstellungsort.
  • Behandlungszeit pro Sitzung.
  • Reinigungs- und Desinfektionszeit.
  • Einrichtungs- und Abschaltzeit.
  • Speicherbedarf.
  • Personaleinsatzplanung.
  • Zimmerbelegungsrate.
  • Ob die Maschine zwischen verschiedenen Räumen transportiert werden kann.
  • Ob ein Betrieb während der Spitzenzeiten praktikabel ist.

Ein großes Gerät mag zwar beeindruckend aussehen, kann aber die Raumausnutzung beeinträchtigen. Für kleine Salons ist ein kompaktes Gerät unter Umständen besser geeignet, wenn es häufige Nutzung und einfache Terminplanung ermöglicht.

15. Erforschung der Kundenerfahrung

Das Kundenerlebnis entscheidet über Wiederkäufe. Der Salon sollte daher nicht nur die technische Funktionalität, sondern auch das Behandlungsgefühl und den wahrgenommenen Wert bewerten.

Wichtige Forschungspunkte sind unter anderem:

  • Ist die Behandlung angenehm?
  • Gibt es sichtbares oder messbares Feedback?
  • Kann der Kunde den Prozess verstehen?
  • Gibt es Ausfallzeiten oder Empfindlichkeitsprobleme?
  • Ist die Nachsorge einfach?
  • Ist die Behandlung den Preis wert?
  • Kann der Salon den Fortschritt über mehrere Sitzungen hinweg verfolgen?
  • Lässt sich das Ergebnis im Rahmen einer Beratung leicht erklären?

Für viele Salonkunden entsteht Vertrauen durch Erklärungen, Komfort, Beständigkeit und sichtbare Fortschritte. Ist die Erfahrung verwirrend oder unangenehm, ist die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Kaufs gering, selbst wenn das Gerät technisch einwandfrei ist.

16. Marktforschung Machbarkeitsstudie

Vor dem Kauf sollte der Salon wissen, wie er die Geräte einführen und bewerben wird.

Die Marktforschung sollte folgende Fragen beantworten:

  • Was ist das Hauptverkaufsargument?
  • Welches Kundenproblem soll mit der Kampagne angegangen werden?
  • Welcher Behandlungsname wird verwendet?
  • Welches Einführungsangebot ist sinnvoll?
  • Welche Bestandskunden sollten zuerst eingeladen werden?
  • Kann das Projekt über soziale Medien beworben werden?
  • Kann der Salon anhand von Beratungsprotokollen, Hautanalysen oder Messungen Fortschritte dokumentieren?
  • Welche Inhalte können die Mitarbeiter erstellen?
  • Welche Einwände werden die Kunden vorbringen?
  • Wie gelingt es dem Salon, Probekunden in Kundenpakete umzuwandeln?

Kann der Salon die Behandlung in der Werbung nicht klar erklären, lässt sich das Gerät möglicherweise schwer verkaufen. Eine gute Marktforschung macht aus einem Gerät ein überzeugendes Produkt.

17. Nachfrage mit einem kleinen Pilotprojekt testen

Die sicherste Forschungsmethode ist ein kleiner Pilotversuch. Bevor eine größere Bestellung aufgegeben oder mehrere Geräte angeschafft werden, kann der Salon die Nachfrage kontrolliert testen.

Pilotmethoden umfassen:

  • Durchführung einer kleinen Testphase für VIP-Kunden.
  • Wir bieten eine zeitlich begrenzte Demo-Kampagne an.
  • Testen von Beratungsskripten mit bestehenden Kunden.
  • Kunden werden gebeten, zwischen mehreren Projektnamen zu wählen.
  • Vorverkauf einer kleinen Anzahl von Paketen.
  • Einholen von Feedback nach den Probesitzungen.
  • Erfassung der Anzahl von Testkunden, die Folgebehandlungen buchen.

Vorverkäufe und Folgebuchungen sind aussagekräftiger als mündliches Interesse. Wenn Kunden zwar ihr Interesse bekunden, aber nicht buchen oder bezahlen, ist die Nachfrage möglicherweise geringer als erwartet.

18. Vergleichen Sie verschiedene Geräteoptionen

Salons sollten nicht das erstbeste Gerät kaufen. Ein systematischer Vergleich hilft dabei, das am besten geeignete Gerät zu finden.

Optionen vergleichen nach:

  • Produktfunktion.
  • Zielgruppe.
  • Behandlungsergebnis.
  • Preisniveau.
  • ROI-Potenzial.
  • Verbrauchskosten.
  • Trainingsschwierigkeit.
  • Lieferantenservice.
  • Garantiebedingungen.
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
  • Compliance-Dokumente.
  • Marketingunterstützung.
  • Abgrenzung von Wettbewerbern.

Der niedrigste Preis ist nicht immer die beste Wahl. Die beste Wahl ist in der Regel das Produkt, das das beste Verhältnis von Nachfrage, Rentabilität, Zuverlässigkeit und Support bietet.

19. Erstellen Sie eine Checkliste für Kaufentscheidungen

Vor Unterzeichnung des Auftrags sollte der Salon eine abschließende Checkliste durchgehen:

  • Klare Zielkunden.
  • Bestätigte Kundennachfrage.
  • Preisrecherche bei Mitbewerbern.
  • Definiertes Behandlungspaket.
  • ROI-Berechnung.
  • Berechnung der Verbrauchskosten.
  • Lieferanten-Hintergrundprüfung.
  • Garantie- und Reparaturprozess bestätigt.
  • Trainingsplan bestätigt.
  • Die Compliance-Dokumente wurden geprüft.
  • Zugeteilte Mitarbeiterverantwortung.
  • Markteinführungsplan erstellt.
  • Auswirkungen auf den Cashflow geprüft.
  • Risikoplan erstellt.

Wenn mehrere Punkte unklar sind, sollte der Salon den Kauf vorerst aussetzen. Ein aufgeschobener Kauf ist besser als eine teure, ungenutzte Maschine.

20. Häufige Fehler in der Marktforschung

Schönheitssalons machen beim Kauf von Geräten oft ähnliche Fehler.

Häufige Fehler sind:

  • Ich kaufe das Gerät nur, weil es gerade im Trend liegt.
  • Die Umsatzbeispiele der Lieferanten unkritisch zu übernehmen, ohne die Realität vor Ort zu prüfen.
  • Die bestehende Kundennachfrage wird ignoriert.
  • Konkurrenten kopieren, ohne sich zu differenzieren.
  • Festlegung der Preise nach dem Kauf anstatt vor dem Kauf.
  • Verbrauchsmaterialien und Wartungskosten werden dabei außer Acht gelassen.
  • Unterschätzung des Schulungsbedarfs der Mitarbeiter.
  • Missachtung von Compliance-Vorgaben und Schadensrisiken.
  • Zu viele Funktionen kaufen, die die Kunden nicht verstehen.
  • Es wurde versäumt, ein Behandlungspaket und einen Einführungsplan zu erstellen.

Ziel der Marktforschung ist es nicht, die Entscheidungsfindung zu verlangsamen, sondern sie zu präzisieren.

Abschluss

Vor dem Kauf von Kosmetikgeräten sollten Kosmetikstudios folgende Aspekte recherchieren: Kundennachfrage, Zielkundensegmente, Dienstleistungen der Konkurrenz, Kaufkraft der lokalen Kunden, Kategorietrends, Preisgestaltung, ROI, Verbrauchsmaterialien, Zuverlässigkeit der Lieferanten, Einhaltung von Vorschriften, Werbeaussagen, Qualifikation des Personals, Arbeitsabläufe, Kundenerlebnis und Marketingmöglichkeiten.

Entscheidend ist, zu beurteilen, ob sich aus dem Gerät ein rentables Serviceprojekt entwickeln kann, und nicht nur, ob die Maschine fortschrittlich aussieht.

Für Saloninhaber gilt die wichtigste Regel: Zuerst den Markt analysieren, dann das Projekt planen und erst dann die Ausstattung kaufen. Hält sich der Salon an diese Reihenfolge, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass sich die Investition in die Ausstattung in stabile Einnahmen umwandelt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Marktforschung sollte ein Schönheitssalon vor dem Kauf von Kosmetikgeräten durchführen?

Ein Schönheitssalon sollte vor dem Kauf von Kosmetikgeräten folgende Aspekte recherchieren: Kundennachfrage, lokale Wettbewerber, Preisgestaltung, Zielkundensegmente, ROI, Zuverlässigkeit der Lieferanten, Verbrauchsmaterialien, Einhaltung von Vorschriften, Qualifikation des Personals, Arbeitsabläufe und Marketingmöglichkeiten.

Warum sollten Salons zuerst die Kundennachfrage erforschen?

Die Kundennachfrage zeigt, ob bestehende Kunden die Behandlung tatsächlich benötigen und ob sie bereit sind, dafür zu bezahlen. Eine Maschine hat nur dann einen kommerziellen Wert, wenn sie ein reales Kundenproblem löst.

Wie kann ein Salon die Ausrüstungsprojekte der Konkurrenz recherchieren?

Der Salon kann nahegelegene Salons, Spas, Kliniken, Websites, Social-Media-Seiten, Behandlungsmenüs, Kundenbewertungen, Preise, Paketnamen und Werbebotschaften überprüfen, um sich über die lokale Konkurrenz zu informieren.

Wie sollten Salons den ROI vor dem Kauf von Geräten berechnen?

Salons sollten die gesamten Anschaffungskosten, die Verbrauchsmaterialien, die Arbeitskosten, den erwarteten Preis pro Sitzung, das realistische wöchentliche Behandlungsvolumen, den Bruttogewinn pro Sitzung und die Anzahl der Sitzungen, die erforderlich sind, um die Investition wieder hereinzuholen, berechnen.

Was ist der größte Fehler, den Salons beim Kauf von Kosmetikgeräten begehen?

Der größte Fehler besteht darin, aufgrund von Trends, niedrigen Preisen oder Versprechungen der Lieferanten einzukaufen, ohne die Kundennachfrage, die Preisgestaltung, die Kompetenz der Mitarbeiter, den Support der Lieferanten und den Wettbewerb auf dem lokalen Markt zu überprüfen.

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