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Recherchefragen zum Kauf von Ausstattung für Schönheitssalons: Was Salons vor dem Kauf fragen sollten
- Administrator

Die Anschaffung von Kosmetikgeräten ist nicht nur eine Produktentscheidung. Für einen Salon ist es eine unternehmerische Entscheidung, die sich auf Behandlungsangebote, Arbeitsbelastung des Personals, Kundenvertrauen, Cashflow, Preisstrategie und langfristige Rentabilität auswirkt.
Viele Salons machen Fehler beim Kauf, weil sie sich nur eine Frage stellen: “Was kostet das Gerät?” Ein besserer Kaufprozess beginnt mit einer umfassenderen Recherche. Der Salon muss verstehen, ob das Gerät der lokalen Nachfrage entspricht, ob das Team es gut bedienen kann, ob die Kunden bereit sind, für die Behandlung zu zahlen, ob der Lieferant Support leisten kann und ob das Projekt wiederkehrende Einnahmen generiert.
Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Forschungsfragen, die sich Schönheitssalons vor dem Kauf von Kosmetikgeräten stellen sollten.
Warum Schönheitssalons vor dem Kauf von Geräten Marktforschung betreiben sollten
Kosmetikgeräte können einem Salon helfen, den Wert von Behandlungen zu steigern, sich besser von anderen Dienstleistungen abzuheben und attraktivere Angebotspakete zu schnüren. Allerdings können Geräte auch zu ungenutzten Lagerbeständen werden, wenn der Salon sie ohne gründliche Recherche aufgrund von Trends, Rabatten oder Versprechungen von Lieferanten kauft.
Der Kauf von Marktforschungsergebnissen hilft einem Salon, mehrere praktische Fragen zu beantworten:
- Besteht vor Ort genügend Nachfrage nach dieser Behandlung?
- Kann der Salon dieses Projekt zu einem gewinnbringenden Preis verkaufen?
- Passt die Ausstattung zum Kundenstamm des Salons?
- Können die Mitarbeiter es sicher und unbesorgt nutzen?
- Bietet der Lieferant einen echten Kundendienst?
- Kann das Gerät zu wiederholten Käufen anstatt zu einmaliger Neugierde führen?
- Passt der Kauf zu den Liquiditätsmöglichkeiten des Salons?
Für Salonbesitzer geht es nicht darum, das beliebteste Gerät zu kaufen. Vielmehr geht es darum, ein Gerät zu erwerben, das sich zu einem stabilen, wiederholbaren und profitablen Servicekonzept entwickeln kann.
1. Fragen zur Kundennachfrage
Der erste zu untersuchende Bereich ist die Nachfrage. Eine Maschine hat nur dann einen kommerziellen Wert, wenn genügend Kunden das Ergebnis wünschen und bereit sind, dafür zu bezahlen.
Salons sollten fragen:
- Welche Haut-, Körper- oder Schönheitsprobleme nennen unsere bestehenden Kunden am häufigsten?
- Fragen die Kunden nach Anti-Aging-Behandlungen, Lifting, Feuchtigkeitspflege, Hautaufhellung, Aknebehandlung, Körperformung, Haarentfernung oder Hautanalyse?
- Wie viele unserer Bestandskunden entsprechen dem Zielnutzerprofil für diese Behandlung?
- Handelt es sich bei dem Zielproblem um ein saisonales, gelegentliches oder ganzjähriges Problem?
- Bezahlen Kunden bereits für ähnliche Behandlungen in anderen Salons oder Kliniken?
- In welcher Preisspanne sind lokale Kunden bereit zu zahlen?
- Würden Kunden dies als Einzelbehandlung, Kurspaket, Mitgliedschaftserweiterung oder Premium-Upgrade erwerben?
- Kann diese Behandlung als Lösung für ein dringendes Problem positioniert werden?
Die besten Verkaufschancen ergeben sich in der Regel dann, wenn das Gerät ein Problem löst, das Kunden bereits im Beratungsgespräch ansprechen. Muss der Salon zu viel Aufwand betreiben, um Kunden die Notwendigkeit der Behandlung zu erklären, verlangsamt sich der Absatz.
2. Fragen zum bestehenden Kundenstamm
Nicht jeder Salon sollte dasselbe Gerät kaufen. Ein Gerät, das in einem exklusiven Anti-Aging-Salon gut funktioniert, ist möglicherweise nicht für einen kleinen Salon in der Nachbarschaft geeignet, der sich auf die grundlegende Gesichtspflege konzentriert.
Vor dem Kauf sollten Salons Folgendes fragen:
- In welcher Altersspanne liegen unsere Hauptkunden?
- Wie hoch sind ihre durchschnittlichen Ausgaben pro Besuch?
- Wie oft kehren sie zurück?
- Bevorzugen sie Entspannung, sichtbare Ergebnisse, Problemlösung oder luxuriöse Erlebnisse?
- Sind sie preissensibel oder ergebnisorientiert?
- Vertrauen sie technologiebasierten Behandlungsmethoden?
- Haben sie schon einmal instrumentengestützte Dienstleistungen in Anspruch genommen?
- Welche bestehenden Dienste weisen die höchste Wiederkaufsrate auf?
Ein Salon mit reifer Kundschaft und hoher Nachfrage nach Anti-Aging-Behandlungen kann beispielsweise von Geräten für Radiofrequenztherapie, Ultraschall, Mikrostrom, LED-Therapie oder Hautanalyse profitieren. Ein Salon, der sich auf Basisreinigung und Gesichtsbehandlungen für Einsteiger spezialisiert hat, profitiert hingegen eher von Hydro-Facials, Sauerstoffbehandlungen, Mikroblasen-Therapie oder Geräten zur Hautpflege.
3. Fragen zur Passform des Behandlungsmenüs
Die Ausstattung sollte nicht außerhalb des Serviceangebots des Salons stehen. Sie sollte das bestehende Angebot erweitern oder eine klar definierte neue Kategorie schaffen.
Salons sollten fragen:
- Welche bestehenden Behandlungsmethoden können durch dieses Gerät verbessert werden?
- Lässt es sich mit Gesichtsbehandlungen, Masken, Seren, Massagen oder Körperbehandlungen kombinieren?
- Kann dadurch ein neues Premium-Projekt entstehen?
- Unterstützt es den Kursverkauf?
- Trägt es dazu bei, den durchschnittlichen Transaktionswert zu erhöhen?
- Trägt es zur Verbesserung der Mitgliederbindung bei?
- Wird es eine bestehende Behandlung ersetzen oder eine neue hinzufügen?
- Lässt es sich einführen, ohne die Servicekarte zu beeinträchtigen?
Ein gutes Gerät sollte die Serviceleistungen des Salons leichter verständlich machen, nicht verkomplizieren. Wenn die Mitarbeiter nicht erklären können, wofür das Gerät eingesetzt wird, verstehen die Kunden nicht, warum sie dafür bezahlen sollten.
4. Fragen zur Projektpositionierung
Schönheitssalons sollten nicht nur ein Gerät kaufen. Sie sollten ein Projekt erwerben, das sich vermarkten, bepreisen, schulen, vermarkten und wiederholen lässt.
Wichtige Fragen zur Positionierung sind unter anderem:
- Welches Kundenproblem löst dieses Projekt?
- Ist das Projekt als Grundpflege, Korrekturpflege, Anti-Aging-Pflege, Körpermanagement, Hauttests oder Premium-Transformation positioniert?
- Was ist das zentrale Verkaufsargument in einem Satz?
- Ist der Effekt unmittelbar, fortschreitend oder auf Erhaltung ausgerichtet?
- Wie viele Sitzungen werden empfohlen?
- Welchen Paketnamen wird der Salon verwenden?
- Welche Vorher-Nachher-Indikatoren können erfasst werden?
- Welche Produkte oder Haushaltspflegeprodukte lassen sich bündeln?
Die Positionierung eines Projekts ist besonders wichtig bei High-End-Geräten. Kunden zahlen selten hohe Preise allein für einen bekannten Markennamen. Sie bezahlen für ein klares ästhetisches Ergebnis, ein bewährtes Verfahren und einen Behandlungsplan, den sie verstehen können.
5. Fragen zu Technologie und Funktion
Einkäufer von Salons sollten die Technologie hinter den Geräten praktisch verstehen. Sie müssen keine Ingenieure sein, sollten aber wissen, was das Gerät kann, was es nicht kann und wie es sich im Vergleich zu ähnlichen Produkten schlägt.
Zu den möglichen Fragen gehören:
- Welche Technologie verwendet das Gerät?
- Handelt es sich um Radiofrequenz, Ultraschall, EMS-Mikrostrom, LED, Laser, IPL, Vakuum, Hydrodermabrasion, Sauerstoffinfusion, Kühlung, Erwärmung oder eine Kombination?
- Welches Haut- oder Körperproblem zielt die Technologie ab?
- Welche Funktionen sind Kernfunktionen und welche Funktionen sind sekundär?
- Sind die Parameter einstellbar?
- Gibt es Voreinstellungen für verschiedene Hauttypen oder Behandlungsbereiche?
- Verfügt die Maschine über Sicherheitsvorkehrungen?
- Welche Ergebnisse sind realistischerweise zu erwarten?
- Welche Aussagen sollte der Salon vermeiden?
Multifunktionsgeräte mögen attraktiv sein, da sie mehr Behandlungsmöglichkeiten bieten. Salons sollten jedoch prüfen, ob jede Funktion für den praktischen Einsatz ausreichend leistungsstark ist. Eine lange Funktionsliste ist nicht automatisch besser als ein spezialisiertes, zuverlässiges Gerät.
6. Fragen zur Einhaltung der Vorschriften und zum Verwendungszweck
Kosmetikgeräte können je nach Technologie, Werbeversprechen, Markt und Verwendungszweck unterschiedlich reguliert sein. Kosmetikstudios sollten die Dokumentation nicht ignorieren, insbesondere bei Geräten, die mit Energie, Licht, elektrischem Strom, Körperformung, Haarentfernung oder Hautstrukturveränderungen werben.
Zu den Forschungsfragen gehören:
- Wozu ist das Gerät bestimmt?
- Wird das Gerät für kosmetische Zwecke, Wellness-Anwendungen oder medizinisch-ästhetische Anwendungen vermarktet?
- Welche Dokumente stellt der Lieferant zur Verfügung?
- Gibt es für den Zielmarkt relevante Zertifizierungen?
- Sind Benutzerhandbücher, Warnhinweise, Etiketten und Bedienungsanleitungen verfügbar?
- Stimmen die Behandlungsangaben mit der Dokumentation des Geräts überein?
- Gibt es Einschränkungen hinsichtlich der Bedienberechtigung der Geräte?
- Gibt es lokale Vorschriften für Schönheitssalons, Spas, Kliniken oder medizinisch-ästhetische Unternehmen?
- Gibt es Einfuhrbestimmungen, wenn das Gerät aus dem Ausland gekauft wird?
In den Vereinigten Staaten weist die FDA beispielsweise darauf hin, dass ästhetische Geräte je nach Verwendungszweck und ihren Auswirkungen auf die Struktur oder Funktion des Körpers reguliert werden können. Für bestimmte Medizinprodukte und strahlungsemittierende elektronische Geräte können zudem Einfuhrbestimmungen gelten. Kosmetikstudios in anderen Ländern sollten sich vor dem Kauf über die jeweiligen lokalen Bestimmungen informieren.
7. Fragen zur Lieferantenzuverlässigkeit
Der Lieferant ist genauso wichtig wie das Gerät selbst. Ein günstiges Gerät von einem unzuverlässigen Lieferanten kann teuer werden, wenn Service, Ersatzteile, Schulungen und Garantieleistungen mangelhaft sind.
Salons sollten fragen:
- Seit wann verkauft der Lieferant dieses Produkt?
- Kann der Lieferant eine Gewerbelizenz, Produktdokumentationen, Handbücher und Garantiebedingungen vorlegen?
- Kann der Lieferant echte Kundenreferenzen vorweisen?
- Sind Ersatzteile erhältlich?
- Wie lange dauert die Reparatur in der Regel?
- Ist technischer Support online oder vor Ort verfügbar?
- Wer übernimmt die Versandkosten für Garantiereparaturen?
- Gibt es klare Rückgabe-, Umtausch- oder Wartungsrichtlinien?
- Stellt der Lieferant Schulungsmaterialien zur Verfügung?
- Kann der Lieferant bei der Erstellung von Marketinginhalten und der Projektplanung helfen?
Kann der Lieferant Garantie-, Schulungs- und Serviceverfahren vor der Bezahlung nicht klar erläutern, sollte der Salon vorsichtig sein.
8. Fragen zur Schulung und Mitarbeiterkompetenz
Selbst ein gutes Gerät kann versagen, wenn das Personal es nicht sicher bedienen kann. Der Verkauf von Medizingeräten hängt maßgeblich von Beratung, Bedienungsfertigkeit, Behandlungskonsistenz und der Aufklärung über die Nachsorge ab.
Salons sollten fragen:
- Wie viele Mitarbeiter müssen in die Bedienung des Geräts eingewiesen werden?
- Wie lange dauert die Ausbildung?
- Ist die Schulung im Kaufpreis enthalten?
- Gibt es ein schriftliches Behandlungsprotokoll?
- Werden Kontraindikationen und Warnhinweise klar erläutert?
- Kann neues Personal auch später eingearbeitet werden?
- Stellt der Anbieter Videos, Handbücher, Skripte und Bewertungsformulare zur Verfügung?
- Können die Mitarbeiter die Technologie in einfacher Sprache erklären?
- Können die Mitarbeiter die richtige Behandlungsmethode empfehlen?
- Können die Mitarbeiter gängige Kundenfragen beantworten?
Je einfacher ein Gerät zu schulen und zu standardisieren ist, desto einfacher ist es für kleine und mittlere Salons, es wiederholt zu verkaufen.
9. Fragen zur Kapitalrendite
Der ROI sollte vor dem Kauf berechnet werden, nicht erst nach der Lieferung des Geräts. Eine Maschine mag auf dem Papier profitabel erscheinen, doch das tatsächliche Ergebnis hängt von Preis, Nutzungshäufigkeit, Personalaufwand, Verbrauchsmaterialien, Marketingkosten und Kundenakzeptanz ab.
Salons sollten fragen:
- Wie hoch sind die gesamten Anschaffungskosten?
- Sind Versand, Steuern, Installation, Schulung, Zubehör und Verbrauchsmaterialien inbegriffen?
- Wie hoch sind die Kosten pro Behandlung?
- Wie hoch ist die unverbindliche Preisempfehlung pro Sitzung?
- Wie hoch ist der voraussichtliche Paketpreis?
- Wie viele Sitzungen sind nötig, um die Investition wieder hereinzuholen?
- Wie viele Behandlungen pro Woche sind realistisch?
- Wie hoch ist die erwartete Bruttomarge?
- Wird das Gerät die Kundenbindung erhöhen oder nur zu einmaligen Käufen führen?
- Welches Risiko besteht, wenn die Umsätze langsamer als erwartet ausfallen?
Kostet ein Gerät beispielsweise 5.000 US-Dollar und erzielt jede Behandlung nach Abzug der Kosten für Verbrauchsmaterialien und Personal einen Bruttogewinn von 60 US-Dollar, benötigt der Salon etwa 84 profitable Behandlungen, um die Gerätekosten zu decken. Diese einfache Berechnung hilft dem Käufer einzuschätzen, ob sich die Anschaffung aufgrund der tatsächlichen Nachfrage lohnt.
10. Fragen zu Raum, Arbeitsablauf und Betrieb
Schönheitssalons kaufen manchmal Geräte, ohne zu prüfen, ob diese für den täglichen Betrieb geeignet sind. Die Geräte benötigen möglicherweise Platz, Strom, Behandlungsraumzeit, Lagerung, Reinigung und Personaleinsatzplanung.
Vor dem Kauf fragen Sie:
- Wo wird die Ausrüstung aufgestellt?
- Benötigt es einen separaten Behandlungsraum?
- Benötigt es ein spezielles Netzteil?
- Lässt sich die Maschine leicht bewegen?
- Wie lange dauert die Einrichtung?
- Wie lange dauert eine Sitzung?
- Wie viel Reinigungs- oder Desinfektionsaufwand ist erforderlich?
- Benötigt das Gerät Wasser, Filter, Gele, Sonden, Kartuschen, Spitzen oder andere Verbrauchsmaterialien?
- Kann das Personal es während der Stoßzeiten bedienen?
- Wird es den bestehenden Serviceablauf verlangsamen?
Die beste Ausstattung für einen Salon ist nicht immer die modernste. Es ist das Gerät, das sich zuverlässig in den realen Arbeitsablauf des Salons integrieren lässt.
11. Fragen zu Verbrauchsmaterialien und versteckten Kosten
Viele Kosmetikgeräte haben versteckte Betriebskosten. Diese Kosten können den Gewinn schmälern, wenn sie nicht in die Preisgestaltung einbezogen werden.
Salons sollten recherchieren:
- Benötigt das Gerät Einwegspitzen, Behandlungsköpfe, Filter, Kartuschen, Gele, Seren, Pads oder spezielles Zubehör?
- Wie oft müssen die Teile ausgetauscht werden?
- Wie hoch sind die Kosten pro Verbrauchsmaterial?
- Können Verbrauchsmaterialien ausschließlich vom Lieferanten bezogen werden?
- Sind Verbrauchsmaterialien leicht zu lagern?
- Was passiert, wenn der Lieferant die Teilelieferung einstellt?
- Sind Software-Updates oder Servicegebühren erforderlich?
- Fallen Kalibrierungs- oder Wartungskosten an?
Eine billigere Maschine kann teurer werden, wenn Ersatzteile kostspielig oder schwer zu beschaffen sind.
12. Fragen zu Preisen und Paketen
Die Marktforschung sollte auch die Preisgestaltung für Behandlungen umfassen. Ohne ein klares Preiskonzept könnte der Salon zu schnell Rabatte gewähren und dadurch den Projektwert mindern.
Fragen:
- Wie hoch ist der Preis für eine einzelne Sitzung?
- Wie hoch sind die Kurskosten?
- Wie hoch ist der Mitgliedspreis?
- Wird es sich um einen Einstiegs-, einen Upgrade- oder einen Premium-Service handeln?
- Kann es mit Hautpflegeprodukten kombiniert werden?
- Lässt es sich mit manuellen Techniken kombinieren?
- Kann es saisonale Werbeaktionen unterstützen, ohne den wahrgenommenen Wert zu mindern?
- Wie werden die Mitarbeiter den Unterschied zwischen diesem Projekt und günstigeren Alternativen erläutern?
Bei hochwertigen Geräten ist das Verpackungsdesign oft wichtiger als der Preis pro Anwendung. Kunden sind eher bereit zu zahlen, wenn der Salon eine strukturierte Lösung anbietet, anstatt nur eine einfache Gerätebehandlung.
13. Fragen zur Wettbewerbsanalyse
Lokale Konkurrenten können Aufschluss darüber geben, ob ein Gerät Marktakzeptanz findet und wo sich der Salon differenzieren kann.
Zu den Fragen gehören:
- Bieten nahegelegene Salons, Spas, Kliniken oder medizinische Spas bereits ähnliche Behandlungen an?
- Welchen Preis verlangen sie?
- Welche Behandlungsbezeichnungen verwenden sie?
- Welche Ergebnisse werden dadurch erzielt?
- Sind die Kundenbewertungen positiv?
- Verwenden sie Markenprodukte oder Geräte von unbekannten Herstellern?
- Konkurrieren sie über den Preis, das Serviceerlebnis, sichtbare Ergebnisse oder eine Positionierung im Luxussegment?
- Gibt es noch Raum für Differenzierung?
Wenn viele Mitbewerber dieselbe Behandlung zu sehr niedrigen Preisen anbieten, muss der Salon einen stärkeren Anreiz haben, diese Behandlung zu kaufen. Die Differenzierung kann durch eine bessere Beratung, ein maßgeschneidertes Behandlungspaket, ein erstklassiges Serviceerlebnis oder einen umfassenderen Behandlungsplan erfolgen.
14. Fragen zu Marketing und Vertrieb
Ein Gerät benötigt ein Vertriebssystem. Salons sollten recherchieren, wie das Projekt eingeführt, vorgeführt und verkauft werden kann.
Fragen:
- Auf welches Problem der Kunden wird sich das Marketing konzentrieren?
- Können die Mitarbeiter einfache Beratungsleitfäden verwenden?
- Kann der Salon Testergebnisse, Hautanalysen, Messdaten oder Fortschrittsberichte vorlegen?
- Gibt es ein Demo-Angebot für Neukunden?
- Kann die Behandlung über bestehende Kundengruppen beworben werden?
- Unterstützt das Gerät Social-Media-Inhalte?
- Sind Vorher-Nachher-Fotos erlaubt und angemessen?
- Welche Behauptungen sollten vermieden werden?
- Kann das Projekt wiederkehrende Buchungserinnerungen erstellen?
Geräteprojekte verkaufen sich besser, wenn das Marketing spezifisch ist. “Hautstraffungsprogramm gegen erste Anzeichen der Hautalterung” ist wirkungsvoller als “Neues Schönheitsgerät erhältlich”.”
15. Fragen zur Kundenerfahrung
Das Kundenerlebnis beeinflusst die Wiederkaufsrate. Ein technisch ausgereiftes Gerät lässt sich möglicherweise nur schwer verkaufen, wenn die Behandlung unangenehm, verwirrend oder schlecht erklärt ist.
Salons sollten fragen:
- Ist die Behandlung angenehm?
- Ist nach einer Sitzung eine sichtbare oder messbare Verbesserung festzustellen?
- Versteht der Klient den Behandlungsablauf?
- Gibt es Ausfallzeiten oder Empfindlichkeitsprobleme?
- Welche Nachsorge ist erforderlich?
- Wie schnell kann der Kunde zurückkehren?
- Kann der Salon über mehrere Sitzungen hinweg Fortschritte nachweisen?
- Fühlt sich die Behandlung für den Preis hochwertig genug an?
Für Schönheitssalons sind sowohl das wahrgenommene Erlebnis als auch der wahrgenommene Wert wichtig. Kunden beurteilen Geräteprojekte oft anhand von Komfort, Vertrauen, Erklärungen und sichtbaren Fortschritten.
16. Fragen zu Risiken und Warnsignalen
Vor der Zahlung einer Anzahlung sollten Salons aktiv nach Warnzeichen Ausschau halten.
Zu den Warnsignalen gehören:
- Verspricht der Lieferant unrealistische Ergebnisse?
- Gibt es keine Dokumente, Handbücher oder Garantieinformationen?
- Ist der Preis ohne ersichtlichen Grund deutlich niedriger als bei vergleichbaren Produkten?
- Drängt der Lieferant auf eine sofortige Zahlung, ohne technische Fragen zu beantworten?
- Sind die Vorher-Nachher-Fotos unscharf oder kopiert?
- Gibt es keine Ersatzteile oder Reparaturpläne?
- Sind die Behandlungsinhalte zu medizinisch für ein Kosmetikstudio?
- Benötigt die Maschine Fähigkeiten, über die das Personal nicht verfügt?
- Ist die Zielgruppe zu klein?
- Basieren die ROI-Berechnungen auf unrealistischen täglichen Behandlungszahlen?
Ein Salon sollte das Tempo drosseln, wenn der Lieferant praktischen Fragen ausweicht. Gute Lieferanten begrüßen detaillierte Fragen in der Regel, da ernsthafte Käufer eher zu langfristigen Kunden werden.
17. Fragen zum Pilotversuch
Salons sollten nach Möglichkeit vor größeren Investitionen Tests durchführen. Eine Pilotphase hilft dem Käufer festzustellen, ob die Maschine unter realen Betriebsbedingungen funktioniert.
Zu den Fragen der Piloten gehören:
- Kann der Lieferant eine Demo bereitstellen?
- Können die Mitarbeiter das Gerät an internen Modellen testen?
- Kann der Salon eine begrenzte Eröffnung mit bestehenden VIP-Kunden durchführen?
- Welches Feedback geben die Klienten nach der ersten Sitzung?
- Sind die Mitarbeiter nach der Schulung zuversichtlich?
- Wie viele Kunden fragen nach Paketen, nachdem sie es ausprobiert haben?
- Passt die Behandlung in den erwarteten Zeitrahmen und Arbeitsablauf?
- Gibt es unerwartete Verbrauchsmaterialien oder Wartungsprobleme?
Pilotstudien müssen nicht kompliziert sein. Schon ein kleiner Test mit Mitarbeitern und ausgewählten Stammkunden kann zeigen, ob sich das Gerät leicht verkaufen und bedienen lässt.
18. Kaufentscheidungs-Scorecard
Salons können mithilfe einer einfachen Bewertungstabelle verschiedene Geräte vergleichen.
Zu den vorgeschlagenen Bewertungsbereichen gehören:
- Kundennachfrage
- Passt zum bestehenden Menü
- Gewinnspanne
- Einfache Mitarbeiterschulung
- Lieferantenzuverlässigkeit
- Einhaltung der Vorschriften und Dokumentation
- Behandlungskomfort
- Potenzial für Wiederkäufe
- Wettbewerbsdifferenzierung
- Kundendienst
- Verbrauchskosten
- Cashflow-Risiko
Jeder Bereich kann mit 1 bis 5 Punkten bewertet werden. Ein Gerät mit einem etwas höheren Preis kann dennoch die bessere Anschaffung sein, wenn es in den Bereichen Schulung, Support, Differenzierung und Wiederkäufe besser abschneidet.
19. Fragen an den Hersteller oder Händler
Vor dem Kauf sollten Salons dem Lieferanten einen strukturierten Fragenkatalog zukommen lassen.
Wichtige Fragen an Lieferanten:
- Um welches Modell und welche Konfiguration handelt es sich genau?
- Welche Funktionen sind enthalten?
- Welche Dokumente und Zertifizierungen sind verfügbar?
- Wie lange ist die Garantiezeit?
- Welche Teile sind von der Garantie abgedeckt?
- Welche Teile sind Verbrauchsmaterialien?
- Welche Schulungen sind inbegriffen?
- Wie wird technischer Support bereitgestellt?
- Wie schnell können Ersatzteile geliefert werden?
- Welche Marketingmaterialien stehen zur Verfügung?
- Welche Behandlungsprotokolle werden empfohlen?
- Gibt es lokale Anwendungsfälle oder Referenzen?
- Wie hoch sind die Gesamtkosten inklusive Versand, Steuern, Zubehör und Schulung?
- Wie hoch ist die zu erwartende Lebensdauer der Maschine?
- Welche häufigen Fehlerquellen und Wartungsbedürfnisse gibt es?
Lieferanten, die klar und konsequent antworten, sind in der Regel sicherere Partner als Lieferanten, die sich nur auf den Abschluss des Auftrags konzentrieren.
20. Interne Fragen vor der endgültigen Genehmigung
Der Saloninhaber sollte auch interne Geschäftsfragen stellen.
Zu den internen Fragen gehören:
- Wer wird für den Vertrieb dieses Projekts verantwortlich sein?
- Wer wird für den Betrieb verantwortlich sein?
- Wer übernimmt die Schulung und die Qualitätskontrolle?
- Wie wird das Projekt den bestehenden Kunden vorgestellt?
- Wie sieht der Marketingplan für die Produkteinführung aus?
- Welcher Paketpreis wird verwendet?
- Welches Umsatzziel ist für die ersten 30, 60 und 90 Tage realistisch?
- Was passiert, wenn das Projekt die Erwartungen nicht erfüllt?
- Kann sich der Salon die Anschaffung leisten, ohne den Cashflow zu gefährden?
Kann der Salon diese Fragen nicht beantworten, sollte er den Kauf verschieben oder ein Gerät mit geringerem Risiko wählen.
Abschluss
Die Anschaffung von Ausstattung für Schönheitssalons sollte auf fundierter Recherche und nicht auf Impulskäufen basieren. Die wichtigsten Fragen betreffen Kundennachfrage, Passung zum Serviceangebot, Technologie, Zuverlässigkeit der Lieferanten, Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, Schulungen, Rentabilität, Verbrauchsmaterialien, Arbeitsabläufe, Marketing und Kundendienst.
Eine gute Anschaffung ist nicht nur ein Gerät, das modern aussieht. Es ist ein Gerät, das zu den Kunden, dem Personal, der Preisgestaltung, den Abläufen und dem langfristigen Geschäftsmodell des Salons passt.
Für Friseursalons gilt beim Kauf eines Geräts ein einfaches und sicheres Prinzip: Recherchieren Sie das Projekt gründlich, bevor Sie es anschaffen. Ist die Projektlogik klar, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass das Gerät zu einem gewinnbringenden Bestandteil des Umsatzsystems des Salons wird.
Häufig gestellte Fragen
Welche Fragen sollte ein Schönheitssalon vor dem Kauf von Geräten stellen?
Ein Schönheitssalon sollte Fragen zu Kundennachfrage, Positionierung der Behandlungen, Technologie, Einhaltung von Vorschriften, Lieferantenunterstützung, Schulungen, Verbrauchsmaterialien, ROI, Qualifikation des Personals, Arbeitsabläufen, Kundendienst und Marketingstrategie stellen.
Warum ist der Einkauf von Marktforschung für Schönheitssalons wichtig?
Marktforschung beim Geräteeinkauf hilft Salons, den Kauf von Maschinen zu vermeiden, die nicht den Kundenbedürfnissen, den Qualifikationen des Personals, dem Cashflow oder dem lokalen Wettbewerb entsprechen. Sie unterstützt den Salon außerdem dabei, vor der Investition ein profitables Serviceangebot zu entwickeln.
Wie kann ein Salon berechnen, ob sich die Anschaffung eines Geräts lohnt?
Der Salon sollte die gesamten Anschaffungskosten, die Kosten pro Behandlung, den erwarteten Sitzungspreis, das realistische wöchentliche Behandlungsvolumen, den Bruttogewinn pro Sitzung und die Anzahl der Behandlungen berechnen, die erforderlich sind, um die Investition wieder hereinzuholen.
Sollten kleine Schönheitssalons Multifunktionsgeräte anschaffen?
Multifunktionsgeräte können für kleine Salons nützlich sein, sofern die Funktionen dem tatsächlichen Bedarf entsprechen und einfach zu bedienen sind. Der Salon sollte jedoch sicherstellen, dass jede Funktion praxisnah ist, durch Schulungen unterstützt wird und wirtschaftlich rentabel ist.
Welche Fragen an den Lieferanten sind vor dem Kauf von Kosmetikgeräten am wichtigsten?
Die wichtigsten Fragen an den Lieferanten betreffen Garantie, Ersatzteile, Reparaturprozesse, Schulungen, Dokumentation, Zertifizierungen, Verbrauchsmaterialien, technischen Support, Behandlungsprotokolle und die Gesamtkosten.







